Kennst Du das? Du stehst auf der Rolltreppe, die Zeit ist knapp. Du willst Deine Bahn oder den Flieger erreichen. Und dann steht da jemand. Dir im Weg, Stöpsel im Ohr. Und bemerkt nicht, das es da noch andere Menschen gibt. Die wie Du vorbei wollen – und die von „Rechts stehen, links gehen“ noch nie was gehört haben. In meiner Welt ist Sinnesschärfe etwas anderes.

Und was passiert? Du kannst dem Menschen auf die Schulter klopfen, Ihn oder Sie bitten, Dich vorbei zu lassen. Wahrscheinlich wirst Du Dich über diese  Situation ärgern. Besonders dann, wenn Du Deine Bahn verpasst. Hand auf’s Herz: Ganz gelassen darüber hinweg sehen? Gelingt mir nicht immer, aber immer öfter.

Bedauerlich finde ich daran, dass diese Leute einfach nicht wahrnehmen wollen, was um sie herum passiert. In meiner Welt ist das ein Ausdruck mangelnden Respekts. Und leider kommt das nicht nur auf Bahnhöfen oder Flughäfen vor. Ähnliches kenne ich (und Du vermutlich auch) aus dem Arbeitsleben: die Menschen, die an einer Besprechung teilnehmen und nebenher aufs Handy gucken oder am Notebook Emails bearbeiten. Die häufig gebrauchte Ausrede dieser Menschen ist ja die, „multitasking fähig“ zu sein – das ist ebenso frech wie unmöglich. Niemand ist multitasking fähig – weder Computer, noch Frauen. Und Männer schon gar nicht.

Was sowohl die „Smombies“ (Smartphone Zombies) also auch die „Nombies“ (Notebook Zombies) übersehen: sie schaden sich selbst. Denn sie werden natürlich mit den schlechten Gefühlen beschossen, die die anderen Anwesenden haben – egal, ob es nun andere Passanten sind oder eben die anderen Teilnehmer an einer Besprechung. Ein zweites: Den Smombies entgehen so viele positive Eindrücke aus der Umgebung: Die Blume am Wegesrand oder das Lächeln eines anderen Menschen. Und die Nombies tragen dazu bei, dass Besprechungen länger dauern und die Ergebnisse nicht optimal sind – denn sie waren ja nicht „voll dabei“.

Mein Tipp für Dich: Solltest Du Dich wiedererkannt haben und zu den Smombies oder Nombies gehören: Versuch mal, Dich zu fokussieren und ganz im Jetzt zu sein. Mach‘ immer nur ein Ding zu gleichen Zeit – das dafür richtig. Du wirst feststellen, dass Dir die Dinge besser und schneller gelingen. Dadurch lässt Du mehr Zufriedenheit und mehr gute Gefühle in Dein Leben. Das ist es doch wert, oder?

Und wenn Du Besprechungen organisierst und leitest: Sorge für ungeteilte Aufmerksamkeit bei den Teilnehmern – denn alle profitieren davon. Einfach, weil es möglich wird, dass die ungeteilte Aufmerksamkeit aller zu den bestmöglichen Ergebnissen führt. Auch das ist wert, getan zu werden!